“was ist denn mit der realness? wer malt heute noch den Zug? alle nur noch wellness.”
- Marsimoto, Grüner Samt
es ist zwei.
die stunden rauschen vorbei.
es ist still, die gedanken rasen.
regen setzt ein, trommelt aufs dach.
trommelfell platzt.
hin und hergerissen zwischen
wieder aufstehen, alles verändern
und liegen bleiben, die ideen verenden.
halb drei schon.
Vielleicht ist es das, was passiert, wenn man in Liebe erstickt; man stellt die Unversehrtheit einer Beziehung, die gemeinsamen Übereinkünfte über die eigene Freiheit, die eigene Entwicklung.
Und wenn man erkennt, dass man so letztendlich nur beides verlieren kann, ja dann ist es wohlmöglich schon zu spät.
Was ich noch sagen wollte:
ihr habt gewonnen.
Das ist es doch, was ihr immer wolltet.
Was eure Fäuste gesagt haben.
Eure Worte haben spüren lassen.
Eure Missachtung.
“Wenn ich noch nen Wunsch frei hab dann wünsch’ ich dass ihr glücklich seid.”
Erkenntnis hat aber immer auch den kleinen Bruder Verantwortung mit an der Hand.

Wände zu eng.
Kopf zu voll.
Herz zu leer.

Zeit zu reisen.
Es ist nicht zu flüchten vor dir selbst.
- “Aber die Frage ist doch: Wohin rennt man?”
- “Nirgendwohin. Man rennt von was weg, aber man nimmt das ja mit. Die Wut und Verzweiflung und alles bleibt ja in einem. Das dauert noch eine Weile, bis die physische Trennung eine wirkliche wird … Wahrscheinlich gibt es gar keine wirkliche Trennung. In jedem sind ja alle Menschen vorhanden, mit denen er einmal zusammen war in seinem Leben. Als Resultat all dieser Menschen sitzen wir da. Alles, was uns begegnet, bleibt in uns drin, und genauso bleiben wir in den andern.”
Gettin’ recruited at eighteen.
from now on, there will be no more.